Hackescher Markt

Der in der Spandauer Vorstadt des Bezirks Mitte gelegene Hackesche Markt hat heutzutage eine zentrale Bedeutung im Berliner Nachtleben. Entstanden ist er auf einem ehemaligen Sumpfgelände auf Geheiß von Friedrich II., der die ehemaligen Festungsanlagen der Stadt Berlin abreißen ließ. Dafür zuständig war der Stadtkommandant von Berlin, Graf von Hacke, der die Leitung der Neubebauung des gesamten Viertels Spandauer Vorstadt übernommen hatte. Bei der folgenden Bebauung des Viertels, durch Häuser und Straßen, entstand dann auch ein großzügiger Marktplatz, der zu Ehren des Grafen von Hacke, mit dem Namen Hackescher Markt bedacht wurde. Durch seine zentrale Lage vereinigt der Hackesche Markt die Oranienburger- und die Große Präsidentenstraße sowie die Neue Promenade und die Straße an der Spandauer Brücke, was ihn dann spätestens im frühen 20. Jahrhundert, nachdem die ersten öffentlichen Verkehrsmittel das Berliner Stadtbild prägten, zu einem Knotenpunkt avancieren ließ. Heute teilt er sich diesen Status als Verkehrsknotenpunkt im Straßenbahnverkehrsnetz mit dem Alexanderplatz. Der S-Bahnhof, der bis 1882 unter dem Namen Börse entstand, steht heute unter Denkmalschutz und hat in seinen unterirdischen Hallen zahlreiche Cafes und Restaurants für die Reisenden zu bieten.

Der Hackesche Markt vom 2. Weltkrieg bis heute

Die durch den 2. Weltkrieg zerstörten Bebauungen des Viertels Spandauer Vorstadt, rund um den Hackeschen Markt, hinterließen eine Menge Baulücken, die erst nach der Wiedervereinigung Deutschlands geschlossen wurden. Lange musste er in seiner Bedeutung dem berühmten Alexanderplatz nachstehen. Mittlerweile erlebt er seit Jahren durch die Entstehung einer Kneipenlandschaft mit diversen Restaurants und Cafes eine Renaissance. Auch die Gegend um den Hackeschen Markt ist für Besucher Berlins von Interesse, bietet sie doch einige Sehenswürdigkeiten und Institutionen von kultureller Bedeutung. So lädt zum Beispiel der Monbijoupark mit seiner 3 ha großen Grünanlage zu einem Aufenthalt ein. Der ehemalige Standort des Schlosses Monbijou, das dem Krieg zum Opfer fiel, wurde schon 1962 zu einem Freizeitpark umfunktioniert. Heute kann man hier entlang der neun Meter breiten Uferpromenade spazieren gehen oder ein entspannendes Sonnenbad genießen. Auch die sich in der Oranienburger Straße um 1861 erbaute Neue Synagoge bietet einen Anblick, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Heute unter Denkmalschutz stehend, war die im maurischen Stil gestaltete Synagoge damals das berühmteste jüdische Gotteshaus in ganz Deutschland. Auch die Hackeschen Höfe, die Museumsinsel oder der Lustgarten befinden sich in unmittelbarer Nähe und gehören definitiv zu den Attraktionen rund um den Hackeschen Markt und der Stadt Berlin.